Trailrunning – eine Welt, in der sich herausfordernde Pfade, atemberaubende Natur und die Freude am Laufen vereinen. Wenn du mit dem Gedanken spielst, dich diesem faszinierenden Sport hinzugeben, bist du hier genau richtig. Trailrunning unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom herkömmlichen Straßenlauf, nicht nur durch das unebene und oft anspruchsvolle Gelände, sondern auch in Bezug auf Ausrüstung, Training und mentale Vorbereitung. In diesem Leitfaden führen wir dich durch die essenziellen Schritte und Ausrüstungsgegenstände, die du brauchst, um sicher und mit Freude in die Welt des Trailrunnings einzutauchen. Ob du dich auf abenteuerliche Bergpfade oder ruhige Waldwege begibst, wir helfen dir, bestens vorbereitet zu sein. Lass uns gemeinsam den Grundstein für ein erfüllendes Laufabenteuer in der Natur legen.

Für den Start empfehle ich die folgende Ausrüstung:

  1. Gute Schuhe
  2. Passende Kleidung
  3. Laufweste
  4. Stöcke

Die Liste liesse sich noch beliebig erweitern, aber für den Einstieg reichen 1, 2 und 3 mit der Option der Stöcke allemal.

Meine ersten Trailruns… 2h Tour mit 700 Höhenmeter. Super für den Anfang!

1. Die passenden Schuhe für Trailrunning

Beim Trailrunning sind die Schuhe mehr als nur Ausrüstung – sie sind dein wichtigster Partner. Hier sind einige Schlüsselaspekte, die du bei der Auswahl deiner Trailrunning-Schuhe berücksichtigen solltest:

  1. Grip und Traktion: Trailrunning-Schuhe sollten über eine robuste Sohle mit gutem Grip verfügen. Sie müssen auf verschiedenen Untergründen wie Matsch, Fels, Gras und feuchtem Boden sicheren Halt bieten. Achte auf ein tiefes und vielseitiges Profil, das für Stabilität auf unebenem Gelände sorgt.
  2. Schutz und Stabilität: Im Gegensatz zu Straßenlaufschuhen bieten Trailrunning-Schuhe zusätzlichen Schutz gegen Wurzeln, Steine und andere Hindernisse. Verstärkungen an Zehen und Seiten des Schuhs helfen, deine Füße vor Stößen und Abschürfungen zu schützen.
  3. Passform und Komfort: Trailrunning-Schuhe sollten bequem sein, aber auch eine sichere, umschließende Passform bieten, um ein Verrutschen des Fußes im Schuh zu verhindern. Dies ist besonders wichtig, da unebenes Gelände eine größere Herausforderung für deine Füße und Knöchel darstellt.
  4. Dämpfung und Unterstützung: Eine gute Dämpfung ist wichtig, um Stöße zu absorbieren, besonders auf härteren Untergründen. Jedoch sollte die Dämpfung nicht zu Lasten der Bodennähe und des Gefühls für den Trail gehen. Einige Läufer bevorzugen ein minimalistischeres Design für ein natürlicheres Laufgefühl.
  5. Wasserfestigkeit und Atmungsaktivität: Je nach deinen bevorzugten Laufbedingungen solltest du überlegen, ob du wasserdichte Schuhe brauchst. Beachte jedoch, dass wasserdichte Materialien oft auf Kosten der Atmungsaktivität gehen. Für wärmere Bedingungen oder trockene Trails sind atmungsaktive Schuhe eine bessere Wahl.
  6. Anpassung an spezifische Bedingungen: Überlege, auf welchen Arten von Trails du hauptsächlich laufen wirst. Schuhe für alpine Bedingungen unterscheiden sich von denen für Wald- oder Wüstenpfade.
  7. Marken und Modelle: Es gibt viele renommierte Marken, die spezialisierte Trailrunning-Schuhe herstellen. Es lohnt sich, verschiedene Modelle anzuprobieren und Bewertungen zu lesen, um das richtige Paar für deine individuellen Bedürfnisse zu finden.
  8. Pronation: Strassenschuhe gibt es oftmals mit Pronationsstützen. Bei den Trailrunning Schuhen findet man das kaum. Das liegt vor allem daran, dass beim Laufen im Gelände kaum ein Schritt dem Andern gleicht. Insofern fällt das ein bisschen weniger ins Gewicht.

Wahrscheinlich wirst du nicht drum herumkommen, mit der Zeit mehrere Paar Schuhe zu haben, die du je nach Tour auswählst:

Denke daran, dass die perfekten Schuhe für dich von deinem persönlichen Laufstil, der Fußform und den spezifischen Anforderungen des Trailrunnings abhängen. Ein Besuch in einem spezialisierten Laufgeschäft, wo du eine professionelle Beratung und die Möglichkeit hast, verschiedene Schuhe auszuprobieren, ist oft eine gute Investition.

2. Die richtige Kleidung für Trailrunning

Neben den Schuhen ist die richtige Kleidung ein wesentlicher Bestandteil der Ausrüstung für Trailrunner. Da du dich in wechselnden Wetterbedingungen und Geländen bewegst, solltest du Kleidung wählen, die nicht nur bequem und funktional ist, sondern auch Schutz bietet. Hier sind einige Aspekte, die du berücksichtigen solltest:

  1. Schichtenprinzip: Beim Trailrunning ist es ratsam, sich nach dem Schichtenprinzip zu kleiden. Eine Basisschicht, die Feuchtigkeit vom Körper wegtransportiert, eine Isolationsschicht für Wärme und eine äußere Schicht, die Wind und Regen abhält, sind ideal für wechselnde Bedingungen.
  2. Atmungsaktive Materialien: Wähle Materialien, die atmungsaktiv sind und Feuchtigkeit effizient ableiten. Dies hält dich trocken und verhindert ein Auskühlen des Körpers, besonders bei längeren Läufen.
  3. Bewegungsfreiheit: Achte darauf, dass die Kleidung genügend Bewegungsfreiheit bietet, ohne zu scheuern oder zu reiben. Speziell für Trailrunning entwickelte Bekleidung bietet in der Regel einen guten Mix aus Flexibilität und Halt.
  4. Wetterangepasste Kleidung: Für kalte und nasse Bedingungen sind wasserdichte, aber atmungsaktive Jacken und Hosen empfehlenswert. In warmen Bedingungen sind leichte und luftige Kleidungsstücke ideal.
  5. Schutz vor der Sonne: Vergiss nicht, Kleidung zu tragen, die vor der Sonneneinstrahlung schützt, wie Hüte oder Caps und Kleidung mit UV-Schutz.
  6. Sichtbarkeit: Wenn du in den frühen Morgenstunden oder abends läufst, ist Kleidung mit reflektierenden Elementen wichtig, um deine Sichtbarkeit zu erhöhen.
  7. Zusätzliche Accessoires: Je nach Wetter und Gelände können Handschuhe, Mützen, Gamaschen oder Sonnenbrillen hilfreich sein, um deinen Lauf komfortabler zu gestalten.

Die Auswahl der richtigen Kleidung kann einen großen Einfluss auf dein Laufgefühl und deine Leistung beim Trailrunning haben. Sie sollte daher sorgfältig entsprechend den Bedingungen deiner Laufstrecke und der Wettervorhersage gewählt werden.

Die Bedeutung einer Laufweste beim Trailrunning

Beim Trailrunning, besonders bei längeren Strecken und abgelegenen Routen, ist eine Laufweste ein unverzichtbarer Begleiter. Sie bietet nicht nur Stauraum für das Nötigste, sondern auch Komfort und Sicherheit. Hier sind einige Schlüsselfaktoren, die du beim Kauf einer Laufweste beachten solltest:

  1. Leichtigkeit und Komfort: Eine gute Laufweste sollte leicht und bequem sein. Sie darf nicht scheuern oder drücken, auch nicht bei voller Beladung. Achte auf verstellbare Gurte, um eine perfekte Passform zu gewährleisten.
  2. Stauraum und Zugänglichkeit: Überlege, was du auf deinen Läufen mitnehmen musst. Eine Laufweste sollte genug Platz für Wasserflaschen, Snacks, eine kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung, eine leichte Jacke und eventuell eine Karte oder ein Smartphone bieten. Wichtig ist, dass die Taschen leicht zugänglich sind, sodass du unterwegs nicht anhalten musst.
  3. Hydratationssystem: Viele Laufwesten sind mit einem Hydratationssystem ausgestattet oder dafür vorbereitet. Entscheide, ob du ein Blasensystem bevorzugst oder mit Wasserflaschen laufen möchtest. Beide Optionen sollten fest und sicher sitzen, ohne beim Laufen zu stören.
  4. Atmungsaktives Material: Da du beim Trailrunning schwitzt, sollte die Weste aus atmungsaktivem Material bestehen, um eine Überhitzung zu vermeiden. Gute Belüftung ist entscheidend für Komfort auf längeren Läufen.
  5. Sicherheitsmerkmale: Reflektierende Elemente für Läufe bei schlechten Lichtverhältnissen sind ein wichtiges Sicherheitsfeature. Einige Westen bieten auch Pfeifen oder Notfall-IDs.
  6. Anpassbarkeit: Eine Laufweste sollte flexibel sein, um sich an verschiedene Bedingungen und Bedürfnisse anzupassen. Sie sollte es ermöglichen, Schichten Kleidung hinzuzufügen oder zu entfernen und den Inhalt leicht umzuorganisieren.
  7. Haltbarkeit: Da Trailrunning oft unter rauen Bedingungen stattfindet, sollte die Weste aus strapazierfähigem Material bestehen, das Verschleiß standhält.
  8. Metallteile und Korrosionsbeständigkeit: Ein wichtiger Aspekt, der oft übersehen wird, ist die Qualität der Metallteile an der Laufweste. Mit Schweiß können diese Teile, wie Reißverschlussschieber und Schnallen, leicht korrodieren. Besonders wenn man nicht sorgfältig mit der Weste umgeht, kann es passieren, dass diese Metallteile schnell unbrauchbar werden. Achte daher auf hochwertige, korrosionsbeständige Materialien, um die Langlebigkeit deiner Laufweste zu gewährleisten. Es ist auch ratsam, die Weste nach jedem Lauf zu reinigen und zu trocknen, um Schweißablagerungen und damit einhergehende Korrosion zu vermeiden.

Eine gut ausgewählte Laufweste kann den Unterschied zwischen einem guten und einem großartigen Trailrunning-Erlebnis ausmachen. Sie erlaubt dir, alles Nötige bequem mitzunehmen, sodass du dich auf den Lauf und die umgebende Natur konzentrieren kannst.

4. Die Rolle von Laufstöcken beim Trailrunning: Eine optionale, aber nützliche Ausrüstung

Laufstöcke sind im Trailrunning zwar kein Muss, aber sie können in vielen Situationen eine wertvolle Unterstützung sein. Hier sind einige Überlegungen, warum und wann du Laufstöcke in Betracht ziehen solltest:

  1. Unterstützung beim Aufstieg: In steilem Gelände können Laufstöcke deine Beine entlasten, indem sie einen Teil deines Gewichts auf die Arme übertragen. Dies kann besonders bei langen Anstiegen hilfreich sein.
  2. Stabilität und Balance: Laufstöcke verbessern das Gleichgewicht und die Stabilität auf unebenen, rutschigen oder technisch anspruchsvollen Trails. Sie bieten zusätzliche Kontaktpunkte zum Boden, was besonders bei Flussüberquerungen oder beim Laufen auf losen Steinen nützlich sein kann.
  3. Entlastung bei Abstiegen: Beim Abstieg können Stöcke helfen, die Belastung auf Knie und Gelenke zu reduzieren. Dies ist besonders vorteilhaft bei langen Läufen oder wenn du bereits Probleme mit den Knien hast.
  4. Rhythmus und Tempo: Einige Läufer finden, dass das Benutzen von Stöcken ihnen hilft, einen gleichmäßigen Rhythmus zu halten und sogar ihr Lauftempo zu steigern.
  5. Material und Gewicht: Moderne Laufstöcke sind leicht und oft zusammenklappbar, was sie leicht zu transportieren macht. Achte auf Stöcke aus widerstandsfähigen Materialien wie Carbon oder Aluminium.
  6. Ergonomische Griffe und Handschlaufen: Komfortable Griffe und verstellbare Handschlaufen sind wichtig für eine effiziente Nutzung und um Blasen an den Händen zu vermeiden.
  7. Trainingsaspekt: Es erfordert etwas Übung, effektiv mit Stöcken zu laufen. Es lohnt sich, die Technik zu trainieren, damit du im Wettkampf oder auf langen Läufen von ihnen profitieren kannst.
  8. Individualität: Nicht jeder Läufer kommt mit Stöcken gleich gut zurecht. Manche finden sie hinderlich oder bevorzugen die freien Hände. Es ist eine persönliche Entscheidung, ob und wann Stöcke zum Einsatz kommen.

Laufstöcke sind also eine optionale, aber in vielen Fällen sinnvolle Ergänzung zur Trailrunning-Ausrüstung. Sie können das Laufen in schwierigem Gelände erleichtern, deine Sicherheit erhöhen und sogar dazu beitragen, deine Kraft effizienter einzusetzen. Es lohnt sich, verschiedene Modelle auszuprobieren und herauszufinden, ob sie für deinen Laufstil und deine bevorzugten Trails geeignet sind.

Fazit: Wenig, aber Wesentliches für den Trailrunning-Start

Für den Einstieg ins Trailrunning ist es nicht notwendig, sich mit Unmengen an Ausrüstung zu belasten. Der Schlüssel liegt in der Auswahl einiger wesentlicher Teile, wobei den Schuhen besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte. Eine sorgfältige Auswahl der Trailrunning-Schuhe kann einen signifikanten Unterschied in Bezug auf Komfort und Verletzungsprävention machen. Ein gut sitzender, für das Gelände geeigneter Schuh ist entscheidend für ein positives Lauferlebnis. Rucksack und funktionale Bekleidung sind zwar hilfreich und können das Laufen angenehmer machen, doch haben sie im Vergleich zu den Schuhen einen geringeren Einfluss auf deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Letztendlich geht es darum, mit der richtigen Grundausstattung ausgerüstet zu sein, damit du dich sicher und komfortabel auf den Trails bewegen kannst.